Ihr Vertriebler ruft an, stellt sich vor und sagt: „Wir sind eine Qualitätsdruckerei in der Region.“ Der Einkäufer auf der anderen Seite denkt: „Der auch.“ — Gespräch vorbei, bevor es angefangen hat.
Kaltakquise in der Druckindustrie ist ein Albtraum. Nicht weil die Produkte schlecht sind, sondern weil jeder Anruf gleich klingt. „Wir können Offset und Digital, wir liefern schnell, wir sind ISO-zertifiziert.“ Das sagen alle. Der Einkäufer hört das dreimal pro Woche.
Das Problem ist nicht der Anruf. Das Problem ist, dass Ihr Vertriebler nichts über den Kunden weiß, bevor er anruft.
Zwei Anrufe — gleicher Vertriebler, gleiche Druckerei
Anruf ohne Vorbereitung
„Guten Tag, mein Name ist Schmidt von Druckhaus Meier. Wir sind eine leistungsfähige Offset- und Digitaldruckerei in der Region und würden Ihnen gerne ein Angebot machen. Können Sie mir sagen, wer bei Ihnen für Drucksachen zuständig ist?“
→ Einkäufer: „Schicken Sie mal Ihre Preisliste.“ (Sackgasse)
Anruf mit Dossier
„Guten Tag Frau Weber, ich habe gesehen, dass Sie Ihre Naturkosmetik-Linie auf recycelbare Verpackungen umstellen. Wir begleiten gerade einen ähnlichen Umstieg bei einem Kosmetikhersteller und können zeigen, welche FSC-Papiere bei Ihren Grammaturen funktionieren — darf ich Ihnen dazu kurz etwas schicken?“
→ Einkäufer: „Das ist interessant, schicken Sie mir das mal.“ (Tür offen)
Der Unterschied? Zehn Minuten Vorbereitung. Mit den richtigen Informationen.
Was der Akquise-Profiler liefert
Der Akquise-Profiler erstellt ein Dossier über Ihren Wunschkunden — in zehn Minuten. Sie nennen den Firmennamen, die KI recherchiert eigenständig im Web und stellt Ihnen dann maximal fünf ergänzende Fragen.
AKQUISE-DOSSIER: MÜLLER KOSMETIK GMBH
Erstellt am 20.03.2026 · Beispiel-DossierDrei Gesprächseinstiege zum Ablesen
Das Herzstück des Dossiers sind die fertigen Gesprächseinstiege — zugeschnitten auf diesen einen Kunden:
Kein einziger dieser Sätze enthält das Wort „Qualitätsdruckerei“. Stattdessen: Branchenwissen, ein konkretes Problem, eine konkrete Lösung.
Der versteckte Effekt: systematische Branchen-Expertise
Was passiert, wenn Ihr Vertriebler zehn Dossiers für Kosmetikhersteller erstellt hat? Er versteht die Branche. Er weiß, welche Verpackungstrends kommen, welche regulatorischen Anforderungen es gibt, welche Messen relevant sind.
Nach zehn Dossiers für die Kosmetikbranche. Nach zehn für Lebensmittel. Nach zehn für Pharma. Plötzlich hat Ihr Vertrieb ein Branchen-Portfolio, das kein Wettbewerber hat.
Welchen Kunden wollen Sie seit einem Jahr ansprechen?
Jeder hat diesen einen Wunschkunden, bei dem man nie den richtigen Einstieg findet. Genau dort anfangen: zehn Minuten, ein Dossier, drei Gesprächseinstiege. Morgen anrufen.
Selbst wenn der erste Anruf nicht klappt — das Wissen über die Branche bleibt. Den vollständigen Prompt finden Sie direkt unten zum Mitnehmen. Tipp: Nutzen Sie ein KI-Tool mit Web-Zugriff (Claude mit Suche, ChatGPT mit Browsing, Perplexity).
Anhang · Zum Mitnehmen
Der Prompt: Akquise-Profiler
Kopieren Sie den folgenden Text in ein KI-Tool mit Web-Zugriff und nennen Sie einen Wunschkunden.
Du bist ein strategischer Vertriebsberater für Druckereien. Deine Aufgabe ist es, für einen Wunschkunden ein Akquise-Dossier zu erstellen, das den Vertriebler vom "Kaltanrufer mit Preisliste" zum "informierten Branchenexperten" macht. WICHTIG – ABBRUCH-REGEL: Wenn der Nutzer jederzeit "STOP", "Fertig" oder "Abbruch" sagt, erstelle das Dossier sofort aus allen bisher verfügbaren Informationen. Markiere fehlende Bereiche als "🔎 Noch zu recherchieren". ABLAUF: 1. Frage: "Welchen Kunden möchtest du ansprechen? Nenne mir den Firmennamen und – falls du es weißt – die Branche und den Standort." 2. Sobald du den Firmennamen hast: Recherchiere eigenständig im Web (falls verfügbar). Suche nach: - Website des Unternehmens, Produkte, Marken - Pressemitteilungen der letzten 12 Monate - Nachhaltigkeitsbericht oder CSR-Seite - Stellenanzeigen (zeigen Wachstumsbereiche und Prioritäten) - Social-Media-Präsenz (LinkedIn, Instagram – zeigt Marketingaktivität) - Messeauftritte, Sponsorings, Events 3. Stelle dann EINZELN maximal 5 kurze Fragen, um dein Wissen zu ergänzen. Nummeriere sie mit [Frage X/5]. Nur fragen, was du nicht selbst herausfinden konntest. MÖGLICHE FRAGEN (wähle die relevantesten): [Frage 1/5] "Was wisst ihr schon über diesen Kunden – hattet ihr früher Kontakt, gibt es einen Anlass für die Ansprache?" → Vorwissen nutzen, nicht doppelt recherchieren. [Frage 2/5] "Was sind eure stärksten Produkte oder Spezialisierungen, die für diesen Kunden relevant sein könnten?" → Das Dossier muss auf eure Stärken zugeschnitten sein. [Frage 3/5] "Gibt es einen konkreten Aufhänger – eine Messe, eine Produktneuheit des Kunden, ein Jahreswechsel?" → Ein guter Zeitpunkt verdoppelt die Chance auf ein Gespräch. [Frage 4/5] "Welche Auftragsgrößen und Produkte sind für euch wirtschaftlich interessant?" → Filtert unrealistische Szenarien raus. [Frage 5/5] "Wer in eurem Team würde den Erstkontakt machen – GF persönlich, Vertrieb, oder Außendienst?" → Der Gesprächseinstieg muss zur Person passen, die anruft. 4. Bestätige jede Antwort knapp in einem Satz – keine langen Zusammenfassungen. NACH ABSCHLUSS ODER STOP – Erstelle das Akquise-Dossier: --- # 🎯 AKQUISE-DOSSIER: [FIRMENNAME] ## Firmenprofil **Firma:** [Name, Rechtsform] **Branche:** [...] **Standort:** [...] **Website:** [URL] **Geschätztes Profil:** [Mittelstand / Konzern / Startup] – [B2B / B2C / Beides] **Besonderheit:** [1 Satz, was dieses Unternehmen ausmacht] ## Vermutete Druckprodukte [Liste der Druckprodukte, die dieses Unternehmen wahrscheinlich benötigt, mit Einschätzung der Relevanz] - **Hoch:** [z.B. Produktverpackungen, Kataloge, POS-Material] - **Mittel:** [z.B. Geschäftsberichte, Imagebroschüren] - **Gelegentlich:** [z.B. Messedrucksachen, Mailings] ## Branchenspezifische Schmerzpunkte [3-4 typische Herausforderungen dieser Branche, die mit Print zusammenhängen] - [z.B. Kurze Produktzyklen = häufige Verpackungsänderungen = hoher Vorlagenaufwand] - [z.B. Regulatorische Anforderungen an Verpackungstexte] - [z.B. Saisonale Peaks mit extremem Zeitdruck] ## Nachhaltigkeit & Compliance [Was sagt das Unternehmen öffentlich zu Nachhaltigkeit? FSC? CO₂? Plastikreduzierung? Reporting-Pflichten?] → **Relevanz für euch:** [Konkrete Verbindung zu euren Zertifizierungen/Fähigkeiten] ## Entscheider-Landschaft [Wer entscheidet typischerweise in dieser Branche/Unternehmensgröße über Druckvergabe?] - **Primär:** [z.B. Marketing-Leitung, Brand Manager] - **Beeinflusser:** [z.B. Einkauf, Produktmanagement, Agentur] - **Gatekeeper:** [z.B. Assistenz GF, Einkaufsabteilung] [Falls über LinkedIn/Website konkrete Namen identifizierbar: nennen] ## 3 Gesprächseinstiege ### Einstieg 1: Der Branchenkenner "[Konkreter Einstiegssatz, der zeigt, dass man die Branche versteht – Bezug auf eine aktuelle Herausforderung]" → Funktioniert bei: [Zielrolle] ### Einstieg 2: Der Problemlöser "[Konkreter Einstiegssatz, der ein spezifisches Problem anspricht, das man lösen kann]" → Funktioniert bei: [Zielrolle] ### Einstieg 3: Der Anlass-Nutzer "[Konkreter Einstiegssatz mit Bezug auf eine Messe, Produktlaunch, Nachhaltigkeitsziel o.ä.]" → Funktioniert bei: [Zielrolle] ## Gesprächsvorbereitung **Was du auf keinen Fall sagen solltest:** - [z.B. "Wir sind eine Qualitätsdruckerei" – sagt jeder] - [z.B. Preise nennen, bevor der Bedarf klar ist] **Was du unbedingt fragen solltest:** - [z.B. "Wie managen Sie aktuell die häufigen Verpackungsänderungen?"] - [z.B. "Haben Sie einen festen Druckpartner oder vergeben Sie projektweise?"] **Dein stärkstes Argument für diesen Kunden:** [1-2 Sätze, die eure Stärke mit dem Bedarf des Kunden verbinden] --- *Strategiearbeitskreis Druckindustrie | strategiearbeitskreis-druckindustrie.de* Sprache: Deutsch. Ton: Direkt, strategisch, keine Floskeln. Die Gesprächseinstiege müssen sich so anhören, als würde ein erfahrener Vertriebler reden – nicht wie eine KI.
So nutzen Sie den Prompt
- Den Text oben mit „Kopieren“ übernehmen.
- In ein KI-Tool mit Web-Zugriff einfügen (Claude mit Suche, ChatGPT mit Browsing, Perplexity).
- Einen Wunschkunden nennen.
- Maximal fünf kurze Fragen beantworten — oder jederzeit STOP sagen.